Das Kanaltal Traditionen

Faszinierende Rituale und Bräuche, die vom Vater auf den Sohn bis heute weitergegeben wurden, füllen den Kalender des Kanaltals.

An diesen Festen nehmen sowohl einheimische Familien als auch Auswärtige teil, die sie auf die traditionelle Weise erleben möchten.

DER HEILIGE NIKOLAUS UND DIE KRAMPUS

In der Abenddämmerung des 5. Dezembers steigen teuflische Gestalten, die Krampus genannt werden, von den Bergen herab und erscheinen aus den Wäldern. Sie begleiten den heiligen Nikolaus, den guten Heiligen, dessen Aufgabe es ist, sie in Schach zu halten. Der heilige Nikolaus ruft die Kinder einzeln auf, bittet sie um ein kleines Gebet und das Versprechen, brav und gut zu sein, im Austausch für ein kleines Geschenk. Die Krampus haben es derweil mit den frechsten Jugendlichen zu tun. Während alle auf den Plätzen der Orte Malborgeth, Tarvis, Großgreuth und Pontafel die Krampus warten, werden Spektakel, Glühweinstände, heiße Getränke und Süßigkeiten geboten.
Der heilige Nikolaus und die Krampus sind sowohl für die einheimische Bevölkerung als auch für Touristen, die von weit her kommen, eine äußerst stimmungsvolle Tradition.

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„BRINA“ ODER „SCIAPA“

Die Jugendlichen von Uggowitz, die im Laufe des Jahres volljährig geworden sind, versammeln sich am 27. Dezember und gehen von Haus zu Haus, um sich der Gemeinschaft mit einem Edeltannenzweig, der Brina bzw. Sciapa genannt wird, zu präsentieren und einen Glückwunsch für ein gutes Neues Jahr zu überbringen. Es ist üblich, dass der Gastgeber ein Geschenk für die Jugendlichen übergibt, das für die Organisation ihres Geburtstagsfests verwendet wird. Die kleine Gruppe wird von einem spontanen Männerchor begleitet, der das Lied „Hoch sollst du leben“ singt.

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SCIP SCIAP

Am 28. Dezember wandern die Kinder der Ortschaften Uggowitz und Wolfsbach durch die Straßen des Dorfes auf der Suche nach den Beinen der Erwachsenen, die sie mit einem kleinen Tannenzweig berühren. Sie rezitieren einen hoffnungsvollen Kinderreim auf Slowenisch oder Deutsch: „Viele Nadeln befinden sich an diesem Zweig, viele Jahre Gesundheit und Freude wünschen wir dir.“ Als Gegenleistung bekommen sie etwas Kleingeld… früher bekamen sie Nüsse und Brot.

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PECHTRA BABA

Am Abend vor dem Dreikönigstag hallen dunkle Klänge durch die Straßen der Dörfer Uggowitz, Saifnitz und Malborgeth. Es sind die Kinder des Dorfes, unschuldige Seelen, die den bösen Geist von Pechtra Baba mit Kuhglocken verjagen. Diese Figur kann negative Einflüsse auf die landwirtschaftliche Produktion haben und muss daher verscheucht werden. Es handelt sich in der Regel um eine Art Lumpenhexe, die oft von einem einheimischen Jungen verkörpert wird.

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DREIKÖNIGSFEST

Am 6. Januar ziehen die Kinder des Dorfes die Gewänder der Heiligen Drei Könige an. Sie gehen von Haus zu Haus, singen eine Litanei und sammeln eine Opfergabe. Beim Verlassen des Hauses schreibt ein Kind mit Kreide auf den Türpfosten die ersten beiden Ziffern der Jahreszahl, die durch Kreuze ergänzten Buchstaben KMB oder GMB und die letzten beiden Ziffern der Jahreszahl (z. B. 20 K+M+B 19). Die Buchstaben entsprechen den Anfangsbuchstaben der Namen der drei Könige: Kaspar oder Gaspar (auf Slowenisch), Melchior und Balthasar.

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OSTERRITEN

Palmsonntag ist der Tag der Segnung des Prajtl/Palbusch, eines Strauches, der aus verschiedenen Pflanzenarten besteht und mit Süßigkeiten und Schleifen geschmückt wird. Der Prajtl wird, nachdem er gesegnet wurde, auf die drei Dachsparren gelegt, auf dem Feld gepflanzt oder ins Tierfutter gebröckelt… um alles zu segnen, was der Bauernbevölkerung lieb und teuer ist.
Zwischen Gründonnerstag und Karsamstag skandieren die Kinder des Dorfes die Tageszeit und rufen die Bevölkerung mit Rasseln zur Messe. Laut einer Legende sind die Glocken nach Rom geflogen, um durch Rasseln ersetzt zu werden.
In den Dörfern Leopoldskirchen, Malborgeth, Uggowitz, Wolfsbach, Saifnitz und Weißenfels sind die als Santi Sepolcri bekannten Holzhandwerksarbeiten aufgestellt, die die Themen der klassischen Ikonographie darstellen: römische Soldaten, betende Engel, den Leib Christi sowie Kreuzigungsszenen. Sie werden ständig von freiwilligen Feuerwehrleuten beaufsichtigt.
Der Karsamstag ist der Tag der Segnung des Osterkorbes: Kren, gekochter Schinken in Brot, Reindling oder Schartl und vieles mehr. Es folgt die Segnung des Feuers und des Taufbeckenwassers. Die Glut wird dann zu den Feuerstellen der Häuser im Dorf gebracht.

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LA MAJA

Bevor der Sommer beginnt, fällen die Jungen, die kurz vor der Volljährigkeit stehen, eine Tanne aus dem Wald, deren Äste sie entfernen. Dann entrinden und schmücken sie sie und richten sie in der Mitte des Dorfes auf. Dies stellt den Zeitpunkt dar, zu dem die Jungen ihre Stärke beweisen und in die Gesellschaft eintreten. Der Baum symbolisiert auch die Kraft der Natur, die hervorbricht und Früchte trägt. Bevor der als Maja bezeichnete Maibaum aufgerichtet wird, wird er durch die Dorfstraßen paradiert. In jeder Bar und jedem Restaurant gibt es ein kleines Fest mit Gesang, Tanz und Trinksprüchen. Der Maibaum ist in Malborgeth, Saifnitz und Goggau zu sehen.

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